Zwiebel

22.10.2015 16:36

Allium cepa

Die Jury des NHV Theoprastus hat die Zwiebel (Allium cepa) zur Heilpflanze des Jahres 2015 gekürt. Dadurch werden die vielfältigen heilenden Effekte der heimischen Pflanze wieder stärker in den Blickpunkt gerückt.

Bei der Zwiebel denken wir zuerst meistens an die Verwendung in der Küche, doch ist sie Heilpflanze, Gemüse und Würzmittel zugleich. Schon von Hippokrates ist der Ausspruch überliefert: „Lasst Eure Nahrungsmittel Eure Heilmittel sein!“. Gut möglich dass der Vater der Heilkunde dabei auch an die Zwiebel dachte. Schon zu seiner Zeit war der Anbau der Zwiebel jahrtausende alt, belegt ist er seit ca. 6000 Jahre.

In früheren Zeiten war der Jahresbeginn die Zeit in der viele, die wissen wollten wie sich das Wetter im Jahreslauf wohl entwickeln mag, die Zwiebel fragten. Dazu legte man 12 gleich große Stücke Zwiebel, mit je einem Löffel Zucker bestreut aus (für jeden Monat eine) und ging dann zur Messe. Anhand der ausgetretenen Flüssigkeitsmengen deutete man anschließend die Regenmenge für den entsprechenden Monat.

In der Naturheilkunde sind viele Anwendungen der Zwiebel belegt, weitere sind durch jüngere Forschungen in den Blickpunkt gerückt.

Die Zwiebel wirkt gegen Appetitlosigkeit, Husten und Katarrhe der oberen Luftwege, hemmt das „Zusammenkleben“ der Blutplättchen (Trombozytenaggregation) und wirkt leicht lipid- und blutdrucksenkend. Früher wurde sie auch zur Narbenbehandlung eingesetzt, bei Ohrenschmerzen kleiner Kinder z.B. wurden Zwiebelhälften aufgelegt.

Linderung verschafft eine aufgeschnittene Zwiebel auch bei Insektenstichen und kleinen Wunden, wenn man sie darüberreibt.

Ein einfacher, gut wirksamer Hustensirup lässt sich aus der Zwiebel wie folgt herstellen: in einem Gefäß immer abwechselnd eine Schicht Zwiebelringe und Zucker oder Honig auffüllen und ein paar Stunden stehen lassen. Den austretenden Sirup (der auch von Kindern gut angenommen wird) mehrmals täglich löffelweise im Munde zergehen lassen.

Wer Zwiebeln im eigenen Garten anbauen möchte sollte diese, gemäß dem alten Bauernkalender, am Tag des Hl. Benedikt, dem 21. März, setzen. „Benedikt macht Zwiebeln dick.“ Gut lässt sie sich in Mischkulturen mit Möhren anbauen, um die Schädlingen zu vertreiben.


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